Kleinklaeranlagen - Belebungsverfahren

Diese Klaeranlagen-Technik stellt ein preisguenstiges und innovatives Verfahren dar. Die vollbiologische Abwasserreinigung wird nicht wie bei herkoemmlichen Belebungsanlagen raeumlich (Aufteilung in Vorklaerung, Belebung, Nachklaerung), sondern zeitlich voneinander getrennt (Belebung, Absetzphase, Klarwasserabzug).

Diese Prozesse finden alle im gleichen Reaktorraum statt. (SBR steht für Sequential Batch-Reactor, bzw. Sequentielle Biologische Reinigung). Aufgrund der hoeheren Raum-Zeit-Ausbeute kann in diesem Falle die Klaeranlagengroesse auf ein Minimum reduziert werden, ohne dass dies zu Lasten dauerhafter und stabiler Ablaufwerte geht. Von Vorteil ist dabei, dass auf die Behaelter und die technischen Einrichtungen für die herkoemmliche mechanische Vorklaerung und die Nachklaerung verzichtet werden kann, wodurch sich eine Kostenreduzierung ergibt.

Auch bei der Thematik "Nachruestung bestehender Anlagen" können wir für den Fall, dass die Abmessungen oder Volumina der bestehenden Gruben für herkömmliche Kleinklaeranlagentypen nicht ausreichen, die Möglichkeit anbieten, die bestehende Anlage in eine vollbiologische Kleinbelebungsanlage mit Schlammvererdung umzurüsten. Nach Kenntnis der relevanten Angaben (baulicher Zustand und Dichtigkeit der bestehenden Anlagen, Zugaenglichkeit u. a.) ist dies maeglich, und das ohne Erdarbeiten.

Behoerden, Schlamm - Loesung

Entsprechend der Empfindlichkeit der Umgebung auf Verunreinigung werden seitens der Behoerden unterschiedliche Reinigungsklassen gefordert. Die Grenzwerte der Reinigungsklassen C, N, D und +P werden von unseren Kleinklaeranlangen mit unserem aufruestbaren Bausteinsystem sicher eingehalten (Werte siehe auch Abbildung links).

Biologische Verfahren haben die Bildung überschuessiger Bakterienmasse durch den Schadstoffabbau, des so genannten Überschuss-Schlammes, gemeinsam.

Beispielsweise unterliegt der bei jeder Kläranlage anfallende Schlamm, neben dem Abfallrecht, auch der TA Siedlungsabfall und dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Die beiden zuletzt Genannten stellen eindeutig den Verwertungsgedanken in den Vordergrund und über die Entsorgung der Abfaelle.

Heute ist für die behördliche Genehmigungspraxis nach dem WHG (Wasserhaushalts-Gesetz) der Aspekt der Reinigungsleitung von wesentlicher Bedeutung. Zukünftig wird die Genehmigungsfähigkeit von Klaeranlagen auch von der Verwertbarkeit ihrer Schlaemme abhaengig sein.

Bisher verfügen saemtliche Kleinklaeranlagensysteme (bis 50 Einwohner) über eine mechanische Vorreinigung. Der bei der mechanischen Vorreinigung anfallende Schlamm wird als Faekalschlamm bezeichnet. Dieser darf nicht landwirtschaftlich entsorgt werden, sondern muss einer weitergehenden Behandlung unterzogen werden.

Daher wird dieser Fäkalschlamm einschließlich des anfallenden Ueberschussschlammes aus der biologischen Stufe dieser Kleinklaeranlagen in groeßeren kommunalen Klaeranlagen mit dem dort anfallenden Schlamm weiterbehandelt.

Der Zwang zur Abfallverwertung muss nach dem Sinn des Gesetzes dazu fuehren, dass Schlamm aus Kleinklaeranlagen getrennt zu behandeln ist.

Bei unserem SBR-Anlage wird dieser Gedanke dadurch umgesetzt, dass eine mechanische Vorreinigung entfaellt (Vorklaerung speziell für Hotel- und Gaststaettenbetriebe in Verbindung mit integriertem Fettabscheider) und deshalb nur stabilisierter Schlamm entsteht. Dieser kann in einer Vererdungsanlage verwertet werden. Ein Forschungsprojekt der Universitaet Stuttgart hat den Nachweis erbracht, dass biologisch stabilisierter Schlamm, analog dem Schlamm aus unseren Klaeranlagen, sehr gut in einer Pflanzenstufe vererdet werden kann.

Seit September 1997 machen wir Betriebserfahrungen mit SBR-Klaeranlagen. Dabei wurden für Kleinanlagen für 4-8 Einwohnerwerte ueberdurchschnittlich gute und prozessstabile Ablaufwerte bei den Parametern BSB5 und CSB, sowie hervorragende Schlammeigenschaften erzielt (Grafik "Ablaufwerte SBR"). Nach dem Motto, der Feind des Guten ist das Bessere, machen wir weiter.


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